Team Lebenshilfe

Team Lebenshilfe

 Häusliche Krankenpflege, Tagespflege, Seniorenbetreuung und Fahrdienst

 Häusliche Krankenpflege, Tagespflege, Seniorenbetreuung und Fahrdienst

Die Geschichte des Team Lebenshilfe

 

Eine alte Schreibmaschine, ein karierter Block mit Kugelschreiber, Telefon- und Faxgerät, die Hausbar als Büro umfunktioniert, zwei Blutdruckmessgeräte und zwei klapprige Autos – gebündelt mit Idealen, vielen Ideen und Lust auf Neues – so trat das Team Lebenshilfe (später die Team Lebenshilfe GbR) am 01.11.1994 in Erscheinung.

 

Zwei Jahre lang waren wir – Annette und Ute – Arbeitskolleginnen der damaligen „Hauskrankenpflege Heieck“. Wir hatten einen guten Draht zueinander, unterstützten uns in unserer Arbeit und bei der Betreuung unserer damals vier kleinen Jungs im Alter zwischen vier und sieben Jahren. Würde es die Hauskrankenpflege Heieck heute noch geben, wäre Team Lebenshilfe wahrscheinlich nie entstanden. Als wir merkten, dass diese Hauskrankenpflege kurz vor ihrem Ende stand, entschieden wir, dass „wir es alleine besser können“. Glücklicherweise waren wir damals jung genug und so voller Begeisterung, dass wir nicht weiter darüber nachdachten, was da alles auf uns zukommen würde.

 

Die Umstände waren nicht die günstigsten – Ute befand sich mitten in der berufsbegleitenden Ausbildung zur Altenpflegerin, unsere Kinder forderten uns sehr und finanzielle Reserven waren nicht vorhanden.

All diese ungünstigen Voraus-setzungen schlugen wir in den Wind, trafen in Windeseile alle nötigen Vorbereitungen, um pünktlich am 01. November 1994 unsere ersten Patienten versorgen zu können.

Die ersten Monate waren anstrengend – Arbeit für uns beide, täglich im Früh- und Spätdienst, am Wochenende und an Feiertagen – dennoch, es war ein tolles Gefühl.

 

Am 01.01.1995 fing Peter – unser erster Mitarbeiter – bei uns an, das bedeutete nun endlich für Annette einen freien Tag – den ersten seit zwei Monaten. Allerdings währte das Glück des Ausschlafens nicht lange, das Auto verabschiedete sich bei der ersten Patientin – kein glücklicher Neujahrsbeginn.

Im Oktober 1995 erweiterten wir unser kleines Team durch Karin und mit ihr auch unser Angebot im hauswirtschaftlichen Bereich. Wir freuen uns, dass Karin immer noch bei uns ist und danken ihr auf diesem Weg für ihre Arbeit und ihr Engagement.

 

Mit der Einführung der Pflegeversicherung zum 01.04.1995 verbesserten sich unsere Arbeitssituation und unsere Auftragslage erheblich. Es eröffneten sich ganz neue Möglichkeiten, die Pflege der uns anvertrauten Menschen zu organisieren, als unter dem bisherigen Schwerstpflegebedürftigkeitsbegriff. Allerdings stiegen auch die Anforderungen an uns und unsere Mitarbeiter. Wir mussten einmal mehr die Schulbank drücken. Vom 13.10.1997 bis zum 20.10. 1998 und vom 09.10.2000 bis zum 30.09.2001 absolvierte Annette und vom 22.11.1999 bis zum 25.01.2001 und vom 09.10.2000 bis zum 30.09.2001 durchlief Ute die Qualifikation zur Leitung einer ambulanten und stationären Pflegeeinrichtung.

Im Laufe der Zeit wuchs unser Team. Wir wurden zu einem Ausbildungsbetrieb und legten die Basis für unseren Fuhrpark. Es wurden Pflegetaschen angeschafft, eine Stecktafel für die Tourenplanung, Handys und andere Dinge, die uns die tägliche Arbeit leichter machten. Aus dem karierten Block entwickelte sich eine professionelle Pflegedokumentation.

 

Am 15.05.1998 zog der von uns mit viel Skepsis beäugte Fortschritt in unser kleines Büro im Keller ein. Da stand er nun und nahm mit seiner Größe fast den gesamten Schreibtisch ein – der vielgelobte Computer. Ich weiß noch genau, wie uns der Kopf nach der ersten Einweisung zu platzen drohte und wie wir das erste Mal respektvoll den Startknopf betätigten, in der Erwartung, dass gleich eine Explosion stattfinden würde.

 

Da die Nachfrage an Fahrdiensten stetig größer wurde, gründeten wir am 01.11.2001 unseren Team Lebenshilfe Fahrdienst (später Fahrdienst UG). Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung und Prüfung wurden wir als Unternehmer bei der IHK registriert und durften von nun an Personenbeförderung ausüben.

Eine Vision hatten wir noch: Während unserer Arbeit merkten wir, dass trotz all unseres Engagements in Kombination mit liebevoller Betreuung durch Angehörige, die häusliche Versorgung manchmal einfach nicht ausreichend war und somit die Unterbringung in ein Pflegeheim zur Folge hatte – ein schwerwiegender Schritt für ältere Menschen. Wir wollten Abhilfe schaffen – ein kleines Pflegeheim in familiärer Atmosphäre. Ein tolles Konzept hatten wir bereits erarbeitet, nur leider waren die Vorgaben so kostenintensiv, dass wir dieses Projekt „ad acta“ legen mussten. In diesem Zusammenhang entstand die Idee, eine Tagespflegeeinrichtung aufzubauen. Wir fanden ein idyllisches Grundstück – fast wie im Wald gelegen – und beschlossen, unser Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Wie schon in allen Jahren unserer Selbstständigkeit hatten wir auch für dieses Vorhaben die volle Rückendeckung und Unterstützung (sowohl finanziell als auch tatkräftig) durch unsere Familien und durch gute Freunde. Ohne sie wären wir so manches Mal verzweifelt, und dieses Vorhaben hätten wir nicht in die Tat umsetzen können.

Die ambulante Pflege lief mittlerweile gut, so konnten wir uns artfremden Arbeiten, wie Abriss– und Schrottbeseitigung, dem Abfahren von Unmengen an Strauchwerk, Holz– und Steinen, sowie dem Stuppenbuddeln widmen. Teller von belegten Brötchen, Mittagsmenüs, Grog und Glühwein steigerten erheblich die Arbeitsleistung aller, auf dem Bau uns hilfreich zur Seite stehenden Familienmitglieder, Freunde und Bekannten.

Das Ergebnis ist wunderschön geworden und wir eröffneten am 01.05.2005 stolz unsere Tagespflegeeinrichtung.

Gleichzeitig zog unsere Hauskrankenpflege in tolle neue Räume um. Zum Genießen blieb allerdings wenig Zeit, denn kurz nach der Eröffnung setzte ein Wasserrohrbruch unsere Tagespflege völlig unter Wasser. Uns war zum Heulen zu Mute, nur blieb dafür keine Zeit, mussten doch schnell alle Schäden beseitigt werden. Wie schon so oft, hatten wir auch hier wieder ganz viele liebe Helfer, so dass alles ein gutes Ende nahm.

Mittlerweile blicken wir auf achtzehn Jahre Selbstständigkeit zurück. Nie hätten wir 1994 gedacht, dass sich alles so entwickeln würde.

 

  • Wir haben die gesamte, gegenwärtig leider auch beängstigende Entwicklung des Pflegemarktes miterlebt. Diese stellt uns immer wieder vor große Herausforderungen und wir hoffen, dass die Entwicklung in eine Richtung geht, die es uns ermöglicht, unsere Tätigkeit weiterhin entsprechend unseren Idealen und zum Wohle der uns anvertrauten Menschen ausüben zu können.
  • Wir haben ein Team von netten Mitarbeitern, die jeden Tag aufs Neue mit viel Engagement ihrer Arbeit nachgehen und sich mit neuen Ideen einbringen. Wir wissen dieses zu schätzen und danken allen, die bei uns tätig sind oder waren, für ihre Unterstützung.
  • Wir haben in all den Jahren viele liebe Menschen kennengelernt, die sich hilfesuchend an uns gewandt haben. Freude und Leid lagen hier oft beieinander. Es war und ist unser Ziel, eine liebevolle, menschenwürdige und gleichzeitig professionelle Pflege und Betreuung zu erbringen, die den Erwartungen aller entspricht.

 

Wir bedanken uns bei allen, die Teil dieser Geschichte waren und sind.

Birkenwerder Oktober 2012

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